Sicherheitsgrundkurs 2020 für Jungjägerinnen und Jungjäger vom 11. und 18.1.2020

Die Ausbildung der Berner Jungjägerinnen und Jungjäger beginnt mit den Einschreibeabenden an allen sieben Ausbildungsorten. Als erstes obligatorisches Ausbildungsmodul besuchen die angehenden Jägerinnen und Jäger anschliessend den Sicherheitsgrundkurs im Jagdschiessstand Bergfeld in Hinterkappelen.

2020 fanden die beiden Ausbildungstage bei winterlichen Temperaturen, Sonnenschein und guten Verhältnissen am 11.1. und am 18.1.2020 statt. Total nahmen daran 132 angehende Berner Jägerinnen und Jäger teil. Die Organisation durch die Kantonale Schiesskommission unter ihrem Präsidenten Günter Stulz bedeutet für das Team eine grosse Herausforderung und bedarf eines sehr grossen logistischen Aufwandes, damit die gesetzten Ziele erreicht werden und die Sicherheitsauflagen jederzeit erfüllt sind. Im Modul wird den Teilnehmenden auf den Gebieten, Ausrüstungsmaterial, Waffenhandhabung und Sicherheit, sowie dem Kugel- und Schrotschiessen eine Erstausbildung angeboten. Die Instruktionen erfolgt durch Mitglieder der Schiess- der Ausbildungs- und der Prüfungskommission und garantiert damit eine kompetente, praxisorientierte Ausbildung.

Bei der Begrüssung weist Günter Stulz darauf hin, dass die Jägerin und der Jäger draussen in der Wildbahn an Ihren/seinen Kompetenzen im sicheren Umgang mit seiner Jagdwaffe gemessen werden. Er weisst darauf hin, dass Disziplin, insbesondere Selbstdisziplin, für die Jägerschaft sehr wichtig sein muss.

Der obligatorische Kurs verfolgt folgende Zielsetzungen:
• Die Jungjägerinnen und Jungjäger sollen:
• Sicherheit mit der Jagdwaffe erlangen;
• Sich im Schiessstand und im Gelände im Jagdbetrieb korrekt verhalten können;
• Die richtige Schiessstellung auf ein Rollziel und beim Kugelschiessen in den Schiessstellungen sitzend angestrichen, stehend angestrichen, das Schiessen aus einem Bodensitz und in der Stellung liegend erlernen;
• Orientiert werden über Waffen, Munition und Optik

In sechs Gruppen von maximal 13 Personen aufgeteilt, machten sich die interessierten und engagierten Jungjägerinnen und Jungjäger auf den Parcours. Für die Gruppe aus dem Jura Bernois stellte Ausbildner Daniel Buchser die französische Übersetzung auf allen Posten sicher!

Am Posten „Waffenhandhabung und Sicherheit erläuterte Ruedi Rohrbach, Mitglied der Kantonalen Prüfungskommission, anhand von tragischen Jagdunfällen, worauf es beim sicheren Umgang mit Jagdwaffen ankommt und wie Unfälle verhindert werden können. Wenn die drei nachfolgenden Grundsätze jederzeit eingehalten werden, ist garantiert, dass nie ein Jagdunfall mit Waffen verursacht wird:
1. Jede Waffe ist als geladen zu betrachten, bis man sich persönlich durch die Entladekontrolle vom Gegenteil überzeugt hat;
2. Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen;
3. Jede Waffe, die aus der Hand gelegt wird, ist immer entladen.
Als Abschluss beim Posten 1 stellte Daniel Lehmann, Standchef im Schiessstand Bergfeld die Schiessanlage vor und erklärte, dass für ihn als Standverantwortlichen die Sicherheit das oberste Gebot im Bergfeld ist.

An Posten 2 erläuterten Werner Schneider, und Bernhard Blaser die Waffe und die Ausrüstung, die Sicherheitstheorie, den korrekten Transport von Waffen, den korrekten Waffenerwerb, und die Waffenkunde. Abschliessend wurde den Teilnehmenden ein erster Einblick in die gängigsten Ziel- und Fernoptikgeräte gegeben.

Kernstück des Tages sind die Posten „Schrotschuss auf Rollziele“, „Schiessen auf die Rehscheibe aus dem Bodensitz“, „Schiessen auf die Rehscheibe sitzend angestrichen“ und „Schiessen auf die Gamsscheibe liegend“. Die allesamt sehr erfahrenen Instruktorinnen und Instruktoren en führen jede Jungjägerin und jeden Jungjäger einzeln in das Kugelschiessen und das Schrotschiessen ein. Das erfordert das nötige Fingerspitzengefühl, gibt es doch immer wieder Personen, die das allererste Mal eine Waffe in den Händen haben und damit schiessen. Und wenn es beim ersten Mal noch nicht nach Wunsch klappt, werden die Jungjägerinnen und Jungjäger kompetent und mit der nötigen Geduld auf die gemachten Fehler hingewiesen.

Den Jungjägerinnen und Jungjägern wurde ein hervorragend organisierter, interessanter Tag als Einführung in ihre praktische Ausbildung geboten! Alles hat bestens geklappt, was bei einer so grossen Anzahl Teilnehmender doch eine grosse Herausforderung an die Organisatoren und die Küchencrew bedeutet! Weidmannsdank für den spannenden Tag.


Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

 

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