Schweissprüfung BEJV im Mittelland vom 5.8.2018 im Grossraum Lützelflüh - Sumiswald - Huttwil

Bei sehr heissem Sommerwetter und nach vielen Tagen ohne Regen fand am Sonntag, 5. August 2018, im Grossraum Lützelflüh-Sumiswald-Huttwil die vom Berner Jägerverband nach TKJ ausgeschriebene Schweissprüfung im Berner Mittelland statt. Die Organisatoren, der Jagd- und Wildschutzverein Trachselwald, unter ihrem Präsident Ruedi Liechti durften auf die grosse Erfahrung von Prüfungsleiter Peter Zenklusen, Lyss, bauen und auf rund 60 sehr engagierte Helferinnen und Helfer.

Pünktlich um 07.00 Uhr begrüsste Prüfungsleiter Zenklusen in Lützelflüh sieben der 14 Gespanne und 14 Richterinnen und Richter zur Schweissprüfung im Mittelland. Weitere sieben Gruppen und 14 Richterinnen und Richter wurden in Huttwil durch Richter Andreas Bieri begrüsst und legten ihre Fährtenarbeit im Grossraum Huttwil ab. Als Gäste durften begrüsst werden BEJV Präsident Lorenz Hess, an der heutigen Schweissprüfung selber Hundeführer, sowie die Wildhüter Peter Siegenthaler und Thomas Schwarzenbach. Speziell begrüsste der Prüfungsleiter Gabi Eisele, eine Gastrichterin aus dem Raum Stuttgart, die sich vor Ort ein Bild machen wollte, wie im Kanton Bern Schweissprüfungen gerichtet werden. Beurteilt wurden alle Gespanne von 2 Richterinnen und 24 Richtern sowie einer Richterantwärterin und einem Richteranwärter. Oft nehmen Richterinnen und Richter lange Anfahrtsweg bis ins Prüfungsgebiet auf sich, um an der Schweissprüfung des BEJV zu richten. Dafür gebührt ihnen ein aufrichtiger Weidmannsdank.
Gespritzt wurden am Samstag 28 500 m und 12 1‘000 m Fährten, plus je eine Reservefährte. Bereits die Auswahl geeigneter Prüfungsgelände bedeutet bei einer so grossen Anzahl zu prüfender Gespanne eine logistische Meisterleistung. Die ortskundigen Revierführer des Jagd- und Wildschutzvereins Trachselwald leistete bereits im Vorfeld der eigentlichen Prüfung hervorragende Vorbereitungsarbeit, so dass alle Gespanne faire und hervorragende Bedingungen für ihre Arbeit vorfanden. Und im Ämmital ist es halt nicht überall nur flach, wie Prüfungsleiter Zenklusen mit einem träfen Spruch betonte! Die Wetterbedingungen waren bei dem sehr heissen Sommerwetter schwierig, da der Waldboden aufgrund der langen Hitzeperiode sehr trocken war, was die Schweissarbeit erschwert.

Nach der offiziellen Begrüssung wurden die Gespanne zügig in ihre Gruppen entlassen. Es galt, möglichst lange von den noch nicht gar so warmen Temperaturen zu profitieren und rasch mit der Fährtenarbeit zu beginnen. Vom Treffpunkt in Lützelflüh aus ging es zusammen mit je zwei Richterinnen oder Richtern, dem ortskundigen Fährtenführer und den Bockträgern im Grossraum Lützelflüh-Sumiswald in die Prüfungs-Waldgebiete und anschliessend auf die Fährtenarbeit. Ebenso verschoben sich in Huttwil die Gruppen in ihre sieben Waldgebiete.
Nach getaner Schweissarbeit trafen sich am Mittag alle Gruppen zum gemeinsamen Aser im ehemaligen Schiessstand „Brandis“ in Lützelflüh. Der von der Küchencrew zubereitete Grillplausch mit Pommes frites, Salat und Brot und diversen Cakes und Nussgipfel als süssem Abschluss mundete allen wunderbar.
Bei der Richtersitzung um 13.30 Uhr meldeten alle 14 Gruppe zurück, hervorragend vorbereitete und den Geländegegebenheiten bestens angepasste Fährten vorgefunden zu haben und auf die Unterstützung der kompetenten und mit den Prüfungsgelände bestens vertraute Fährtenführer und Bockträger zurückgreifen zu können. Die zur Prüfung angetretenen Hunde waren mehrheitlich sehr gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Wenn die Gespanne nicht zum Stück fanden, wurden durch die Richterinnen und Richter oft Führerfehler festgestellt oder dass Führer/in und Hund noch zu wenig aufeinander eingespielt waren und nicht optimal harmonierten. Nach der Richtersitzung fand das Absenden statt, musikalisch sehr stimmig begleitet durch die Jagdhornbläsergruppe Spielhahn Burgdorf. Auf der 1000m Fährte traten 12 Gespanne an und 7 hielten den sehr hohen Anforderungen stand und kamen erfolgreich zum Bock. Von den 28 Gespannen, die sich den Anforderungen auf der 500m Fährte stellten, durften deren 20 den Bruch für das erfolgreiche zum Stück-Finden entgegennehmen. Gesamthaft haben 27 Gespanne bestanden. Im Namen der Kantonalen Jagdhundekommission bedankte sich deren Präsident, Marc Beuchat, für den enormen Arbeitseinsatz, den die organisierende Sektion Trachselwald im Vorfeld und am Prüfungstag geleistet hat. Es bedarf fast doppelt so vielen Helferinnen und Helfern wie Hundeführerinnen und Hundeführer, um den Grossanlass erfolgreich zu organisieren und durchzuführen. Damit wird die Grenz des noch machbaren mindestens angekratzt Dieser Umstand bewog die Hundekommission, sich Gedanken zur zukünftigen Durchführung der Kantonalen Schweissprüfung zu machen. Marc Beuchat gratulierte den 32 erfolgreichen Gespannen zu ihrem Erfolg und ermuntert die Führerinnen und Führer, bei denen es heute noch nicht ganz geklappt hat, weiter mit ihren vierbeinigen Kameraden zu üben und kontinuierlich weiterzuarbeiten, so dass es im nächsten Jahr ebenfalls klappt und sie erfolgreich zum Stück finden werden.
Prüfungsleiter Peter Zenklusen bedankte sich bei Ruedi Liechti und seiner Helfercrew, für die sehr engagierte und tatkräftige Unterstützung bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und der eigentlichen Durchführung am Prüfungstag selber.

Folgende 27 Gespanne durften aus den Händen von Prüfungsleiter Peter Zenklusen die Prüfungsausweise mit dem Vermerk „Bestanden“ entgegennehmen:

1000m
Brigitte Aeberli mit Deutschem Wachtel Undra
Paul Caluori mit Magjar Viszla Diva
Andreas Haslebacher mit Grossem Münsterländer Eika
Michael Echaud mit Kleinem Münsterlander Balou, gennat Barny
Bruno Blaser mit Deutsch Drahthaar, Finch
Daniel Schär mit Brandelbracke Diago
Pius Stalder mit Springer Spaniel, Priva

 

500m
Petra Oppenheimer mit Grossem Münsterländer Cooper
Marcel Känzig mit Kleinem Münsterländer Basco
Thomas Lüdi mit Kleinem Münsterländer Lasco
Oskar Habegger mit Grossem Münsterländer Kalina
Beat Bergmann mit Grossem Münsterländer Easy
Beat von Allmen mit Kleinem Münsterländer Chester
Andreas Eberhard mit Epagneul Breton Fiamma
Heinz Studer mit Deutsch Drahthaar, Jasper
Simon Oppliger mit Kleinem Münsterländer Cita
Niklaus Schmid mit Labrador Retriever Duffy
Otto Röthlisberger mit Kleinem Münsterländer Falk
Peter Bachmann mit Alpenländischer Dachsbracke Janette
Johann Wittwer mit Kleinem Münsterländer Buffy
Peter Berger mit Heide Terrier Gustav
Michael Grünig mit Deutschem Wachtel Fina
Marc Fankhauser mit Deutsch Drahthaar Haika
Ulrich Linder mit Springer Spaniel Ava
Hansjörg Streit mit Kleinem Münsterländer Zorro
Christian Juon mit Parson Russel Terrier Fiamma
Andreas Wicki mit Steirischer Rauhhaar Bracke Ely


Ein grosser Weidmannsdank geht an die durchführende Sektion Trachselwald, an alle Helferinnen und Helfer im Gelände, in der Küche und hinter den Kulissen und an alle Richterinnen und Richter für ihr grosses Engagement, das sie alle Jahre beweisen und im Kanton Bern ein oder sogar mehrere Wochenenden für die Schweissarbeit zur Verfügung stellen.


Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

 

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