Schleppe- und Wasserapportierprüfung vom 18.11.2017 in Belp

Bei besten Prüfungsbedingungen mit optimalen Wetterbedingungen begrüsste Prüfungsleiter Christoph Küng, Schwarzenburg, 29 Gespanne zur Prüfung in der Umgebung von Belp. Organisiert wurde die Prüfung durch den Jägerverein Gürbetal und einmal mehr klappte von A-Z alles hervorragend!

Die Schleppe- und Wasserapportierprüfung des BEJV bezweckt, die im Kanton Bern eingesetzten Jagdhunde auf ihre späteren Aufgaben in der jagdlichen Praxis, z.B. für die Nachsuche und das Apportieren von krankem oder verendetem Haarraub- Wasser- und Federwild vorzubereiten und die entsprechende Praxistauglichkeit durch die Prüfung zu beweisen. Die Prüfung 2017 musste aufgrund der revidierten Direktionsverordnung über die Jagd (JaDV) angepasst werden und ist als Übergangslösung zu verstehen. Mit den Änderungen zur JaDV 2017 muss die Nachsuche auf beschossene Wasservögel mit einem geprüften Apporteur erfolgen. Diesem Anspruch wurde mit der angepassten Prüfung 2017 Rechnung getragen: Die Schleppen- und Wasserapportierprüfung 2017 konnte wie gewohnt als ganze Prüfung bestanden werden oder aber nur der Prüfungsteil „Apportieren aus dem Wasser“, wenn der Hund auf der Schleppe nicht reüssieren sollte Da keine Übergangsregelung besteht, wurde die entsprechende Prüfungsordnung (PO) für 2017 wie folgt provisorisch ergänzt: Der erfolgreich absolvierte Prüfungsteil „Apportieren aus dem Wasser“ wird auch ohne eine erfolgreiche Schleppenarbeit als Apportierprüfung anerkannt. Die ordentliche Überarbeitung der PO erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt und wird durch die Präsidentenkonferenz zu genehmigen sein.

Nach der Begrüssung begaben sie die Gespanne aufgeteilt in 6 Gruppen mit je zwei Richterinnen und Richtern und einem ortskundigen Revierführer in die Prüfungsgebiete Gibelegg, Rattenholz, Belpberg/Harzern, Belpberg/Rohrholz um das Waldfach Haarraubwildschleppe und die Feldsuche (freiwilliges Prüfungsfach) zu prüfen.

Die Prüfungen am Wasser fanden in der Fasanerie, beim Platzgerplatz, in der Obermatte und im Gebiet Entengülle statt.

Am Mittag trafen sich alle Gruppen im Landgasthof „Linde“ in Belp zum bestens mundenden Aser und zum anschliessend Absenden.

Die Richterinnen und Richter berichteten an der Richtersitzung kurz zum Prüfungsverlauf in ihren jeweiligen Gruppen. Es zeigt sich bei der Schleppe- und Wasserapportierprüfung immer wieder, dass einige der zu prüfenden Hunde nach der erst gerade zu Ende gegangenen Rehjagdzeit während der Schleppe Prüfung in den Stöber- oder sogar in den Jagdmodus wechseln und deshalb beim Waldfach nicht reüssieren können. Beim Apportieren aus dem Wasser ist ein zentraler Erfolgsfaktor, dass das Apportieren an Land klappt und gefestigt ist, damit der zusätzliche Druck der Umgebung „Wasser“ von den Hunden gemeistert werden kann. Das Richtergremium konstatierte, dass die erfolgreichen Gespanne gute bis sehr gute Leistungen zeigten und von ihren Führerinnen und Führern bestens vorbereitet zur Prüfung angetreten sind.

Nach den stimmungsvollen Tönen der Jagdhornbläser Schüpfenfluh Schwarzenburg „verstärkt“, richtete Prüfungsleiter Christoph Küng einige Worte an die Hundeführerinnen und an die Hundeführer und fasste den Prüfungsverlauf und die Beurteilung der Arbeiten durch das Richtergremium kurz zusammen. Christoph Küng motiviert die Gespanne, bei denen es 2017 noch nicht ganz gereicht hat, um die Prüfung erfolgreich abzulegen, weiter zu arbeiten und die Fächer, bei denen es bereits gut klappt, genauso weiter zu üben und bei den „Schwachstellen“ noch einmal einen Sondereffort zu leisten. Der richtige Weg ist sicher eingeschlagen und es braucht nicht mehr viel, damit die Prüfung erfolgreich abgelegt werden kann. Christoph Küng konnte 22 erfolgreichen Hundeführerinnen und Hundeführern den Prüfungsausweis mit dem Eintrag „bestanden“ überreichen:

 

Bestanden ganze Prüfung mit Feldsuche

Jürg Stacher mit Ylva von Kornay-Hunting, Labrador, mit Feldsuche

Daniel Wieland mit Xeno Venaticus Major, Cesky Fousek, mit Feldsuche

Michael Grünig (Führer Urs Grünig) mit Fina vom Föhrenwäldeli, Deuter Wachtelhund, mit Feldsuche

Christian Siegenthaler mit Aesra vom Schloss Hammerstein, DK, mit Feldsuche

Marcel Känzig mit Baron vom Steinhausertal, KLM, mit Feldsuche

Bestanden ganze Prüfung ohne Feldsuche

Samuel Burri mit Aik vom Meerkolk, Griffon Korthals

Michael Echaud mit Balou vom Steinhauertal, KLM

Werner Etter mit Fenja vom Braunberg, KLM

Niklaus Schmid mit Daffy, Labrador

Werner Glauser mit Vera vom Schmittenweiher, Border Terrier

Luidi di Censo mit Enja, Golden Retriver, mit Feldsuche

Konstantin Rieser mit Bailay von Beautiful Baroness of Greenparadise, Labrador

Romeo De Monaco mit Glenn, Weimaraner

Bestanden nur Wasser

Urs Inäbnit mit Mädi, Labrador

Karin Pulfer mit Igor Fuchur, Deutscher Wachtelhund

Andreas Wenger mit Iris vom Waldläufer, Deutscher Wachtelhund

Pascal Serquet mit Fjord, Weimaraner

Ingo Aeberli mit Cipsy von der Fehli, KLM

Martin Münger mit Erle von der Wasserscheide KLM

Gilles Eichenberger mit Laica, Labrador

Peter Künzi mit Leika vom Binzberg, KLM

Pia Zingg mit Milan vom Steinacker, Deutscher Wachtelhund

 

Der Dank des BEJV und des Prüfungsleiters geht an die zwölf Richterinnen und Richter für ihren engagierten und sehr kompetenten Einsatz anlässlich der Prüfung, an die sechs Revierführer, an die Hundeführerinnen und die Hundeführer für ihr diszipliniertes Verhalten, an die organisierende Sektion Jägerverein Gürbetal und an die Crew des Restaurants „Linde“ in Belp. Marc Beuchat, Präsident der Kantonalen Jagdhundekommission seinerseits bedankte sich bei Chrigu Küng für seinen Jahrzehnte langen Einsatz im Hundeprüfungswesen, insbesondere als Prüfungsleiter für die Schleppe- und Wasserapportierprüfung in Belp. Der BEJV hofft sehr, auch weiterhin auf die äusserst professionelle Unterstützung von Christoph Küng zählen zu dürfen.

Unter den Klängen der Jagdhornbläser Schüpfenfluh Schwarzenburg „verstärkt“ mit dem Stück Jagd vorbei und Halali verabschiedete Prüfungsleiter Küng die Anwesenden.

 

Daniela Jost

Leiterin der Geschäftsstelle BEJV

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