NASU Ausbildungstag Mittelland, Sektor Ost, 23.3.2019, Zauggenried

Am Samstag, 23. März 2019 trafen sich 17 Hundeführerinnen und Hundeführer des NASU Sektor Mittelland Ost des Kantons Bern in Zauggenried zum Ausbildungstag 2019. Bei wunderschönem Frühlingswetter begrüsste Beat Wyss, Koordinator Mittelland Ost der Nachsuchen Organisation des Kantons Bern die Hundeführerinnen und Hundeführer, die Wildhüter und die Gäste Nik Blatter, Kantonaler Jagdinspektor, Heinz Trutmann Chef NASU des BEJV und Daniela Jost, Geschäftsführerin des BEJV.

Jagdinspektor Nik Blatter bedankte sich bei den NASU Hundeführerinnen und –führern für ihren Einsatz für das Wohl der Wildtiere und für die Berner Jagd. Er betonte bei seiner Grussbotschaft, dass dieser Einsatz alles andere als selbstverständlich ist. Ein guter Austausch zwischen Wildhut und NASU ist für ihn ein ganz wichtiges Anliegen. Nur gemeinsam kann das Ziel erreicht werden. Wichtig bei dieser Zusammenarbeit sind gegenseitiges Vertrauen, die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen der NASU Gespanne und der Wildhut und der Wissens- und Erfahrungsaustausch. NASU Chef Heinz Trutmann bedankt sich seinerseits beim Jagdinspektorat für die Möglichkeit der Zusammenarbeit. Er versichert, dass alle NASU Gespanne ihre Arbeit mit sehr viel Engagement und Herzblut angehen und bestrebt sind, sich laufend weiterzubilden.
Die kantonal Bernische Gesetzgebung schreibt eine zeit- und fachgerechte Nachsuche vor, konkretisiert den Begriff aber nicht. Der Begriff der zeit- und fachgerechten Nachsuche ist ein sogenannt unbestimmter Rechtsbegriff (siehe Aufsatz von Walter Mühlhaupt zur zeit- und fachgerechten Nachsuche). Sehr viele Faktoren beeinflussen sie und es gibt keine klare Grenze, weshalb eine Beurteilungsbreite immer da sein wird bzw. muss.
Ziel des Ausbildungstages in Zauggenried war es, die Zusammenarbeit zwischen den NASU Führerinnen und –führern und der Wildhut zu vertiefen und zu festigen. Diese Absicht ist immer verbunden mit dem Gedanken, dass die optimale Zusammenarbeit zum Wohl er Wildtiere erfolgt und verletzten Wildtieren damit unnötiges Leiden erspart werden kann.
An zwei Posten wurden die 17 Hundeführer/innen zu den Themen „Korrekte Organisation einer Nachsuche“ und „Fangschuss“ durch die Wildhüter Peter Siegenthaler, Simon Quinche, Peter Sommer und Fritz Dürig instruiert. Der Fokus lag bei diesen beiden Ausbildungssequenzen darauf, den Anwesenden möglichst praxisnah aufzuzeigen, was es bei der Organisation einer Nachsuche zu beachten gilt und welche Möglichkeiten es geben kann, um einem verletzten Wildtier einen fachmännischen Fangschuss anzutragen. Sowohl eine Nachsuche als auch die Situation, dass einem verletzten Wildtier ein Fangschuss angetragen werden muss, sind Ausnahmesituationen, die auch erfahrenen Hundeführerinnen und -führern einiges abverlangen Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich die Nachsuchengespanne regelmässig aus- und weiterbilden und ihre Erfahrungen austauschen.
Nach erfolgter Postenarbeit in zwei Gruppen, stand für jedes Gespann ein Anschuss bereit. Es galt für die Hundeführerinnen und –führer den vorbereiteten Anschuss mit einer Vorsuche zu finden und den Abgang der Fährte sauber aufzunehmen. Nach Abschluss der individuellen Fährtenarbeit kamen alle Gespanne, die Wildhüter und die Gäste bei der Burgerhütte Zauggenried zum Aser zusammen. Beat und Andrea Wyss verwöhnten die Anwesenden mit feinen Grilladen, Salat und hausgemachter, herrlicher Züpfe. Es blieb auch noch genug Zeit zum fachlichen Austausch und zum angeregten Diskutieren unter Gleichgesinnten.

 


Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle Berner Jägerverband

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