Gehorsamsprüfung Berner Oberland vom 23.6.2018

Im Kanton Bern zur Jagd eingesetzte Jagdhunde müssen bis zum dritten Lebensjahr eine gesetzlich vorgeschriebene Gehorsamsprüfung oder gleichwertige Prüfung in einem Rasseclub bestehen. Die Prüfung umfasst die Fächer Leinenführigkeit, Ablegen, Schussruhe und Appell. Ohne einen solchen Gehorsamsnachweis dürfen Jagdhunde, unabhängig der Rasse, nicht zur Jagd eingesetzt werden.

An der diesjährigen Prüfung reüssierten 34 der 38 angetretenen Gespanne.

Pünktlich um 08:00 Uhr traten die Gespanne der unterschiedlichsten Jagdhunderassen im Gebiet des Jagd- und Wildschutzverein Thun und Umgebung (JWVT) zur Prüfung an. In diesem Jahr wurden die Gespanne zum ersten Mal direkt zu den zugeteilten Arbeitsplätzen aufgeboten um lange Autokonvois vom gemeinsamen Sammelplatz zu den Arbeitsplätzen zu vermeiden. Bei sommerlich schönem Wetter fanden die in vier Gruppen aufgeteilten Gespanne faire Bedingungen in idealen Waldgebieten vor, wo die Leinenführigkeit und das Ablegen mit Schussruhe regelkonform geprüft werden konnte. Der Appell wurde im Anschluss an die Waldfächer im freiem Feld geprüft. Dabei konnte der Hundeführer selber entscheiden, ob er den Hund frei ablegen und anschließend auf mindestens 30m Distanz abrufen oder ihn zum Stöbern auffordern und dann auf Anweisung des Richters zurückrufen wollte.
Im Wissen, dass es sich zum einen um junge Hunde handelte, und zum anderen Hundeführer/innen mit teilweise wenig Erfahrung in der Hundeausbildung antraten, beurteilten die TKJ-Leistungsrichter Walter Stoller, Andreas Bieri, Tony Schmidiger und Peter Zenklusen die Arbeiten mit gebührendem Augenmaß, jedoch immer unter Berücksichtigung der reglementarischen Auflagen.   
Beim Absenden in der Hündelerhütte in Uttigen würdigte Prüfungsleiter Walter Stoller die hervorragende Prüfungsorganisation durch Jagdhundeobmannes Marc Studer und sein Team sowie die kompetente Arbeit der Revierführer. Gegenüber den Hundeführerinnen und Hundeführern gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sie mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern weiterarbeiten und damit zu einem positiven Image der Jägerschaft in der Öffentlichkeit beitragen werden.
In Vertretung des Richterkollegiums lobte Richterobmann Andreas Bieri die mehrheitlich ansprechenden Arbeiten der angetretenen Gespanne. Als Schwachpunkt wurde in allen Gruppen die Leinenführigkeit beobachtet. Besondere Erwähnung fanden die Brackenführer, welche die Anforderungen mit Bravour meisterten.  
Nach dem Mittagessen konnten der Prüfungsleiter und der Prüfungssekretär Peter Michel den erfolgreichen Gespannen den Prüfungsausweis zusammen mit einer Urkunde übergeben.

 

Hanspeter Wyssen
Jagdhundekoordinator Berner Oberland


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