Gehorsamsprüfung BEJV im Berner Oberland vom 15.6.2019

Im Kanton Bern zur Jagd eingesetzte Jagdhunde müssen bis zum dritten Lebensjahr eine gesetzlich vorgeschriebene Gehorsamsprüfung oder eine gleichwertige Prüfung in einem Rasseclub bestehen. Die Prüfung umfasst die Fächer Leinenführigkeit, Ablegen, Schussruhe und Appell. Ohne einen solchen Gehorsamsnachweis dürfen Jagdhunde, unabhängig der Rasse, nicht zur Jagd eingesetzt werden. An der diesjährigen Prüfung im Berner Oberland unter Leitung von Walter Stoller reüssierten 38 der 43 angetretenen Gespanne.

Pünktlich um 08:00 Uhr traten die Gespanne der unterschiedlichsten Jagdhunderassen im Gebiet des Jagd- und Wildschutzverein Thun und Umgebung (JWVT) zur Prüfung an. In diesem Jahr wurden die Gespanne wiederum direkt zu den zugeteilten Arbeitsplätzen aufgeboten um lange Autokonvois vom gemeinsamen Sammelplatz zu den Arbeitsplätzen zu vermeiden. Bei idealen Wetterbedingungen fanden die in vier Gruppen aufgeteilten Gespanne faire Bedingungen in geeigneten Waldgebieten vor, wo die Leinenführigkeit und das Ablegen mit Schussruhe regelkonform geprüft werden konnten. Der Appell wurde ausserhalb der Waldfächer im freien Feld geprüft. Dabei konnte der Hundeführer selber entscheiden, ob er den Hund frei ablegen und anschließend auf mindestens 30m Distanz abrufen oder ihn zum Stöbern auffordern und dann auf Anweisung des Richters zurückrufen will.
Im Wissen, dass es sich zum einen um junge Hunde handelte, und zum anderen um Hundeführer/innen mit teilweise wenig Erfahrung in der Hundeausbildung, beurteilten die TKJ-Leistungsrichter Walter Stoller, Andreas Bieri, Marc Beuchat und Hansueli Zaugg die Arbeiten mit gebührendem Augenmaß, jedoch immer unter Berücksichtigung der reglementarischen Auflagen.   
Beim Absenden in der Hündelerhütte in Uttigen würdigte Walter Stoller die hervorragende Prüfungsorganisation des Jagdhundeobmanns Marc Studer und seinem Team sowie die sehr gute Arbeit der Revierführer. Gegenüber den Hundeführerinnen und Hundeführern gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sie mit ihren Jagdhelfern weiterarbeiten und damit zu einem positiven Image der Jägerschaft in der Öffentlichkeit beitragen werden.
Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr die besten Gespanne jeder Richtergruppe besonders gewürdigt. Diese mussten mindestes alle vier Disziplinen mit der Bestnote ablegen, was unter anderem bedeutete, dass das Ablegen frei, ohne anzuleinen erfolgen musste.
In Vertretung des Richterkollegiums konnte der Richterobmann Marc Beuchat den folgenden drei Hundeführern zu einer solchen, ausserordentliche Leistung gratulieren:

Jürg Arn mit Kleinem Münsterländer
Kurt Gobeli mit Deutsch Drathaar
Bruno Knecht mit Kleinem Münsterländer
 
Suchenheil zu den vorzüglichen Arbeiten dieser drei Gespanne!

Im Weiteren machte Marc Beuchat darauf aufmerksam, dass die Hunde oftmals bereits im ersten Lebensjahr auf dieser Prüfung geführt werden. Das Ergebnis ist teilweise mangelndes Vertrauen sowohl beim Führer wie beim Hund. Dabei hätten die Führer für diese Prüfung drei Jahre Zeit und könnten im ersten Jahr einen sauberen Aufbau machen und das Gelernte dann im zweiten Jahr festigen, so dass an der anschliessenden Prüfung weder Hund noch Führer überfordert sind.

Im Anschluss konnten Prüfungsleiter Walter Stoller und Prüfungssekretär Peter Michel den erfolgreichen Gespannen den Prüfungsausweis zusammen mit einer Urkunde übergeben.

 

Ruedi Stoller
Präsident Jagd- und Wildschutzverein
Thun und Umgebung

 

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