130. Delegiertenversammlung des Berner Jägerverbandes BEJV in Schwarzenburg

Schwarzenburg, in der Mitte der Strecke Thun-Bern, am Eingang zum Gantrischgebiet gelegen, war Durchführungsort der 130. Delegiertenversammlung des BEJV. Bei eher kühlem und regnerischem Wetter folgten 80 Delegierte und 40 Gäste der Einladung des BEJV und trafen gegen 09.00 Uhr in der jagdlich geschmückten Mehrzweckhalle „Pöschen“ in Schwarzenburg ein. Organisiert wurde die DV durch die Sektion Schwarzenburg. OK Präsident und Präsident der Sektion, Christoph Küng, organisierte die DV mit seinem OK hervorragend und mit bester Infrastruktur.

Vor dem statutarischen Teil, der eigentlichen Delegiertenversammlung, begrüsst traditionellerweise der Gemeindepräsident der Standortgemeinde die Delegierten und Gäste. Das war auch 2019 in Schwarzenburg so: Gemeindepräsident Martin Haller stellte „seine Gemeinde“ den Anwesenden mit sympathischen Worten, Facts&Figures und einigen beeindruckenden Bildern vor.
Anschliessend begrüsste Volkswirtschaftsdirektor Regierungsrat Christoph Ammann die Delegierten und Gäste. Er überbrachte der Versammlung die besten Grüsse der Berner Regierung. In seinen Ausführungen erläuterte Regierungsrat Ammann den Stand der Dinge in Sachen Datenerhebung bei der Gämse und Grundfreigabe „eine Gämse“. Die Konsultation zur Anpassung der Direktionsverordnung über die Jagd ist eben gerade zu Ende gegangen und die Ergebnisse daraus liegen nun vor. Mit der nächsten Jagdplanung 2020 sollen die nötigen Anpassungen umgesetzt werden. Zum Abschluss seiner Worte bedankte sich Regierungsrat Ammann bei der Berner Jägerschaft für ihren engagierten und steten Einsatz zu Gunsten der Wildbestände und ihrer Lebensräume und betonte die Wichtigkeit eines guten Einvernehmens zwischen Verwaltung und Jägerverband und einer konstruktiven Zusammenarbeit, die nötig ist, damit tragfähige Lösungen gefunden werden können.

Jagdinspektor Niklaus Blatter informierte die Anwesenden aus erster Hand zu aktuellen Themen aus dem Jagdinspektorat, z.B. zur Jagdplanung und zum Jagdverlauf 2018. Grundsätzlich ist die bernische Jagdplanung ein gutes und taugliches Instrument, gewisse Defizite wurden festgestellt und Verbesserungen sind möglich, es sind aber keine grundlegenden Änderungen geplant; die Berner Jagd bleibt wie sie ist. Neu wird es ab Jagd 2019/2020 zwei Abschusskontrollen (02.08. bis 30.11. und 01.12. bis 28.02.) geben. Die Zahlen der Herbstjagd sind so ab Januar bekannt und für die Planung verfügbar, das bringt mehr zeitlichen Spielraum für die Verwaltung und die Partner bei der Jagdplanung. Ab Mai 2018 wird der ausführliche Bericht zur Jagd 2018/19 und die genauen Abschusszahlen vorliegen und auf der Homepage des Jagdinspektorats zum Download zur Verfügung stehen.

Nach den drei einleitenden Begrüssungen eröffneten die Jagdhornbläser Schüpfenfluh Schwarzenburg, verstärkt mit Bläsern der Sektion „Hubertus Bern, die 130. Delegiertenversammlung des BEJV mit einer stimmungsvollen musikalischen Darbietung.
BEJV Präsident Hess BEJV Präsident Lorenz Hess blickt in seinem Jahresbericht auf ein ruhiges Verbandsjahr 2018 zurück. 2018 wurden zum ersten Mal die neuen Wildbretthygiene Vorschriften und die Donnerstags-Ansitzjagd beim Reh umgesetzt. Die Berner Jägerschaft ist auch in einem ruhigen Verbandsjahr immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. So galt es per Jagd 2018/19 erstmals die neuen Wildbret Hygiene Vorschriften umzusetzen und erstmals durfte die Donnerstags Ansitzjagd auf das Reh ausgeübt werden. Diese Anpassungen erfordern vom Verband immer wieder so früh und so gezielt wie möglich mit den Behörden gute und tragfähige Lösungen zu finden. Der BEJV Vorstand ist gefordert und muss einen zeitlich grossen Aufwand leisten, damit schlanke, tragfähige Lösungen gefunden werden können. BEJV Präsident Hess informiert die Delegierten zu den intensiven Gesprächen des Berner Jägerverbands mit dem Jagdinspektorat im Zusammenhang mit der Entschädigung der Wildhut für geleistete Nachsuchen während der Jagd Fazit aus diesen Diskussionen: Es wird nichts geändert, die Wildhut wird wie bis anhin für getätigte Nachsuchen während der Jagd entschädigt. Die Wildhut soll aber die Zusammenarbeit mit den NASU Gespannen in ihren Gebieten aktiv suchen und diese Gespanne optimal in die Nachsuchen Arbeit einbeziehen.
Der Verband hat sich 2018 mit der Thematik beschäftigt, die Ausbildungsdauer wieder auf zwei Jahre anzuheben. Zudem wurden die im Moment aktuellen Kommunikationskanäle des BEJV gegenüber den Sektionen und den Jägerinnen und Jägern diskutiert und Optimierungspotential eruiert.
BEJV Präsident Hess erläutert, dass in Sachen «Grossraubtiere» die Behandlung des Eidgenössischen Jagdgesetzes im Parlament abgewartet wird, um allenfalls weitere Schritte im Kanton Bern anzugehen.
Im Traktandum „Wahlen“ hiess es Abschied nehmen von zwei langjährigen Kommissionspräsidenten: Beat Jost, Präsident der Kantonalen Schiesskommission, demissionierte nach 21 Jahren Arbeit in der Schiesskommission. Er präsidierte die Kommission während 11 Jahren und führte während seiner Amtszeit den jagdlichen Schützenmeisterkurs ein und unter seiner Führung wurde auch der Eidgenössische Treffsicherheitsnachweis im Kanton Bern erfolgreich umgesetzt.
Bruno Kunz, Präsident der Kantonalen Hegekommission arbeitete über 20 für die Sache der Hege im Kanton Bern. Während sechs Jahren stand er der Kommission vor. Die beiden scheidenden Kommissionspräsidenten wurden für ihre langjährige und grosse Arbeit von den Delegierten zu neuen Ehrenmitgliedern des BEJV gewählt. Als neuer Präsident der Schiesskommission wählten die Delegierten Günter Stulz aus Tägertschi. Neu präsidiert Johannes, „Johnny“ von Grünigen aus Saanen die Hegekommission
Die Gäste Hanspeter Egli, Präsident JagdSchweiz und Peter Zenklusen, Vizepräsident JagdSchweiz und Ehrenmitglied des BEJV, richteten einige Worte an die Delegierten und die Gäste. Peter Zenklusen informierte die Anwesenden zum Stand der Dinge in Sachen „Schwarzwildgatter Elgg/ZH“.

Der gesellschaftliche Teil der Delegiertenversammlung 2019 wurde umrahmt von Jagdhornbläsern und diskreter Volksmusik. Ein währschaftes, wunderbares Mittagessen mit einer reizvollen Tombola rundet den Vormittagsanlass gemütlich ab.
Ein grosser Weidmannsdank des BEJV geht an die Sektion Schwarzenburg und an den OK Präsidenten Christoph Küng, der mit einer sehr engagierten Crew eine hervorragend organisierte DV mit bester Infrastruktur organisiert hat.
Die DV 2019 findet am Samstag, 25. April 2020 vormittags in der Region Laupen statt und wird organisiert vom Jägerverein Laupen.

 

Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

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