Schleppe- und Wasseapportierprüfung des BEJV vom 21.11.2015 in Belp und Umgebung

Pünktlich zur Schleppe- und Wasserapportierprüfung des Berner Jägerverbandes vom 21. November 2015 liess Petrus das erste Mal Schneeflocken bis in niedrige Lagen fallen! Bei nasskaltem Winterwetter begrüsste Prüfungsleiter Christoph Küng, Schwarzenburg, 10 Gespanne zur Prüfung in der Umgebung von Belp. Einmal mehr organisierte der Jagd- und Wildschutzverein Seftigen die Schleppe- und Wasserapportierprüfung von A-Z hervorragend!

Die Schleppe- und Wasserapportierprüfung des BEJV bezweckt, die im Kanton Bern eingesetzten Jagdhunde auf ihre späteren Aufgaben in der jagdlichen Praxis, z.B. für die Nachsuche und das Apportieren von krankem oder verendetem Haarraub- Wasser- und Federwild vorzubereiten und die entsprechende Praxistauglichkeit durch die Prüfung zu beweisen.
Nach der Begrüssung begaben sie die Gespanne aufgeteilt in zwei Gruppen mit je zwei Richtern und einem ortskundigen Revierführer in die Prüfungsgebiete Rohrholz und Vogelsang am Belpberg, um das Waldfach Haarraubwildschleppe zu prüfen. In Richtergruppe A sorgte Revierführer Thomas Studer dafür, dass die 6 Gespanne zügig auf die jeweiligen Fährten geschickt werden konnten. Die beiden Richter Marc Fanhkauser und Hansueli Zaugg begutachteten die 6 Gespanne. Leider erfüllten zwei Gespanne die Anforderungen nicht. Für sie war die heutige Prüfung damit bereits beendet.
In Richtergruppe B amteten Chrigu Schlatter und Andreas Bieri als Richter, unterstützt von Revierführer Peter Jäggi. Auch in dieser Gruppe klappte es bei einem Gespann leider nicht: der Hund kam zwar bis zum Stück, nahm es aber nicht auf und kehrte ohne den Marder zum Führer zurück. Zwei weitere Versuche, den Hund noch einmal anzusetzen brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Für die Prüfung am Wasser verschoben sich die beiden Gruppe Richtung Fahrhubel in Belp. Bei Gruppe A scheiterten erneut zwei Gespanne an den hohen Prüfungsanforderungen. Die erfolgreiche Hundeführerin und der erfolgreiche Hundeführer zeigten gute bis hervorragende Arbeiten und durften anschliessend noch zum Wahlfach „Verloren Suche im Feld“ antreten. Auch dort bot die gestellte Aufgabe für die beiden bestens vorbereiteten Hunde kein Problem. In Gruppe B schafften alle drei Gespanne den Wasserapportierteil und die Feldsuche ohne grosse Probleme.

Am Mittag traf man sich im Landgasthof „Linde“ in Belp zum hervorragend mundenden Aser und anschliessend zum Absenden.

Nach den stimmungsvollen Tönen der Jagdhornbläser Schüpfenfluh Schwarzenburg richtete Prüfungsleiter Christoph Küng einige Worte an die Hundeführer. Er erläuterte, warum die Schleppe- und Wasserapportierprüfung Ende November und nicht vor Jagdbeginn im August durchgeführt wird: die Hunde müssen ihre Aufgabe vor, während und nach der Jagd sicher erfüllen. Insbesondere bei jungen Hunden ist es deshalb wichtig, sie während der Jagd mit der richtigen Dosis Jagdpraxis vertraut zu machen, so dass Praxis und Übungstheorie im genau richtigen Verhältnis stehen. Christoph Küng motiviert die Gespanne, bei denen es 2015 noch nicht ganz gereicht hat, um die Prüfung erfolgreich abzulegen, weiter zu arbeiten und die Fächer, bei denen es bereits gut klappt, genauso weiter zu üben und bei den „Schwachstellen“ noch einmal einen Sondereffort zu leisten. Der richtige Weg ist eingeschlagen und es braucht nicht mehr viel, damit die Prüfung erfolgreich abgelegt werden kann.

Folgende 5 Gespanne durften aus den Händen von Prüfungsleiter Küng den Prüfungsausweis mit dem entsprechenden Eintrag „bestanden“ entgegen nehmen:

 

Jacqueline Sitje mit Magyar Vizsla Ajka von der Allermühle
Beat Brenzikofer mit Magyar Vizsla Bajk vom Zeitglockenturm
Urs Grünig mit Deutsch Wachtel Ayka vom Heueggli
Remo Wyss mit Kleinem Münsterländer Anton vom Schilddorf

Urs Wenger mit Deutsch Wachtel Eila

 

Der Dank des BEJV und des Prüfungsleiters geht an die vier Richter Chrigu Schlatter, Andreas Bieri, Hansueli Zaugg und Marc Fankhauser für ihren Einsatz anlässlich der Prüfung, an die beiden Revierführer Peter Jäggi und Thomas Studer, dem Verantwortlichen des Jagd- und Wildschutvereins Seftigen vor Ort, Kari Indermühle, und an die Hundeführerin und die Hundeführer für ihr diszipliniertes Verhalten.

Unter den Klängen der Jagdhornbläser Schüpfenfluh Schwarzenburg mit dem Stück Jagd vorbei und Halali verabschiedete Prüfungsleiter Küng die Anwesenden.

 


Daniela Jost
Leiterin der Geschäftsstelle BEJV

 

  • Hier geht's zur Bildergalerie >>

 

 

© Berner Jägerverband, E-Mail gsbejv@gmx.ch
Design & Technology by YOUHEY Communication AG, © 2018 Burgdorf, Switzerland.