Gehorsamsprüfung Berner Jägerverband im Berner Oberland vom 27.6.2015

Im Kanton Bern zur Jagd eingesetzte Jagdhunde müssen bis zum dritten Lebensjahr eine gesetzlich vorgeschriebene Gehorsamsprüfung oder eine gleichwertige Prüfung in einem Rasseclub bestehen. Die Prüfung umfasst die Fächer Leinenführigkeit, Ablegen, Schussruhe und Appell. Ohne einen solchen Gehorsamsnachweis dürfen Jagdhunde, unabhängig der Rasse, nicht zur Jagd eingesetzt werden.

An der diesjährigen Prüfung reüssierten 26 der 29 angetretenen Gespanne.

 

Wie bereits in früheren Jahren, beauftragte der Berner Jägerverband den Jagd- und Wildschutzverein Thun und Umge¬bung (JWVT) mit der Organisation und Durchführung der Prüfung für das Berner Oberland. Der für den JWVT zuständige Jagdhundeobmann Ruedi Stoller konnte erfreulicherweise auch diesmal auf die Unterstützung seiner bewährten Helfer zählen, so dass ein speditiver und pannenfreier Prüfungsablauf sichergestellt war. Bei den Vorbereitungsarbeiten, wie im Übrigen auch bei der Hundeausbildung, durfte er zudem die Erfahrung der örtlichen Wildhüter Andreas Rubin und Peter Schwendimann in Anspruch nehmen.
Eine Stunde vor Prüfungsbeginn trafen sich die TKJ-Leistungsrichter Marc Beuchat und Hans Schmid mit dem  Prüfungsleiter Walter Stoller, Präsident der Kantonalen Jagdhundekommission, zum Briefing der reglementarischen und organisatorischen Belange.
Pünktlich um 08:00 Uhr traten dann die 29 Gespanne der unterschiedlichsten Jagdhunderassen in der Umgebung von Uttigen und Amsoldingen zur Prüfung an. Bei bewölkter aber trockener Witterung fanden die in drei Gruppen aufgeteilten Gespanne faire Bedingungen in idealen Waldgebieten vor und konnten die Leinenführigkeit und das  Ablegen mit  der Schussruhe regelkonform absolvieren. Der Appell wurde im Anschluss an die Waldfächer im freien Feld geprüft. Dazu konnte der Hundeführer selber entscheiden, ob er den Hund frei ablegen und ihn anschliessend auf mindestens 30m Distanz hereinrufen wollte oder ob er ihn voran schicken wollte, um ihn dann auf Anweisung des Richters aus dem Stöbern zurückzurufen.
Im Wissen, dass es sich zum einen um junge Hunde handelte, und zum anderen Hundeführer/innen mit teilweise wenig Erfahrung in der Hundeausbildung antraten, beurteilten die Richter die Arbeiten mit gebührendem Augenmass, jedoch immer unter Berücksichtigung der reglementarischen Auflagen.   
Nach Abschluss der Arbeiten verschoben sich alle Beteiligten zur Hündelerhütte in Uttigen, wo das Grill-Team mit saftigen Steaks und schmackhaftem Kartoffelgratin aufwartete.  
Beim Absenden würdigte der Prüfungsleiter die hervorragende Prüfungsorganisation an die Adresse des Jagdhundeobmannes und seinem Team wozu auch die kompetenten Revierführer gehörten. Besondere Erwähnung fanden einige Hundeführer/innen, darunter auch Brackenführer, welche alle Anforderungen mit Bravour meisterten.
In Vertretung des Richterkollegiums lobte der Richterobmann Hans Schmid die mehrheitlich ansprechenden Arbeiten der angetretenen Gespanne und würdigte die guten Vorbereitungsarbeiten durch die Jagdhundeobmänner. Ohne eine seriöse Vorbereitung können keine solch guten bis sehr guten Resultate erzielt werden.  
Abschliessend konnten der Prüfungsleiter und der Prüfungssekretär Peter Michel den erfolgreichen Gespannen den roten Ausweis zusammen mit einer Urkunde übergeben. Dabei gab Walter Stoller seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Hundeführer/innen mit ihren Jagdhelfern weiter arbeiten und damit zu einem positiven Image der Jägerschaft in der Öffentlichkeit beitragen.
 

Ruedi Stoller
Jagdhundekoordinator Berner Oberland

 

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