Tuberkulose beim Wild: Meldepflicht für Jägerinnen und Jäger und Wildhüter

Erfolgreich bekämpfte Krankheiten wie die Tuberkulose können in der Schweiz jederzeit wieder auftreten. Jäger und Organe der Wildhut leisten durch ihre Aufmerksamkeit einen wichtigen Beitrag, um die Gesundheit unserer Wildtiere und auch unseres Nutzviehs zu erhalten.

Seit dem 1. August 2014 sind Jägerinnen, Jäger und Wildhüter nach der Tierseuchengesetzgebung verpflichtet, verdächtige Veränderungen bei Wildtieren, die auf Tuberkulose hindeuten, einer amtlichen Tierärztin oder einem amtlichen Tierarzt zu melden. Zum Start der Jagdsaison 2014 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit den betroffenen Institutionen ein Handbuch verfasst, das unter anderem aufzeigt, wie man Tuberkulose in Wildtierkörpern erkennen kann

 

http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01083/01088/index.html?lang=de
 
Vor diesem Hintergrund hat das Jagdinspektorat in Absprache mit dem Kantonalen Veterinärdienst, folgendes Vorgehen gewählt:
 
Wenn die Jägerin oder der Jäger, insbesondere bei erlegten Rothirschen oder Wildschweinen, Anzeichen auf Verdacht von Tuberkulose gemäss Handbuch (siehe auch Link oben) feststellt, ist:
 
1. unverzüglich der Wildhüter zu benachrichtigen;
 
2. die entsprechenden Organe (z.B. Gedärme, Lymphknoten, Lunge, Leber, Milz) dem Amtstierarzt zur Untersuchung zu überbringen (die Wildhüter haben die entsprechende Liste);
 
3. via Wildhüter das Jagdinspektorat unverzüglich zu informieren und via Amtstierarzt der Veterinärdienst unverzüglich zu informieren.
 

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