35. Kantonales Jagdhornbläsertreffen und Jubiläumsanlass 125 Jahre BEJV vom 14.6.2014 im "Sand", Schönbühl

DAS Jägerfest 2014 im Kanton Bern ist am Samstag, 14.6.2014, auf dem Gelände des Waffenplatz „Sand“ Schönbühl bei schönem Frühsommerwetter und angenehmen Temperaturen über die Bühne gegangen: Das 35. Kantonale Jagdhornbläsertreffen und am Abend der Jubiläumsanlass 125 Jahre Berner Jägerverband. Ein würdiger Doppelanlass, der in ebensolcher Umgebung vom Jagd- und Wildschutzverein Hubertus Bern (Bläsertreffen) und vom Berner Jägerverband BEJV(125 Jahre Jubiläum) organisiert und durchgeführt wurde.

Pünktlich um 08.36 Uhr erklangen die ersten Töne des Jägermarsches Nr. 1 durch die frische Morgenluft, angestimmt von der Jagdhornbläsergruppe Hubertus Bern. Und genauso pünktlich beendete das Stück „Sortie de Messe“ für Parforce Es, intoniert von den Gürbetaler Parforcehornbläser die Darbietungen der 17 Gruppen den Vormittag. Anschliessend vermochte die Formation „Tromps du pays de Fribourg" die Gäste mit ihrer Darbietung mit ihren französischen D-Parfrcehörnern zu begeistern. So ganz anders tönen die über 4 m langen Hörner als die uns bekannten Fürst Pless und Parforcehörner! Nach den Darbietungen durften BEJV-und OK Präsident Lorenz Hess und Martin Ischi Präsident der Vereinigung Kantonalbernischer Jagdhornbläsergruppen VkJ die geladenen Gäste bei der Mehrzweckhalle in Schönbühl zum Apéro, gesponsert von der Gemeinde Urtenen-Schönbühl, und zum Mittagessen begrüssen. Vize-Gemeindepräsident Stefan Schafroth begrüsste die Bläserinnen und Bläser und die geladenen Gäste von Seiten Gemeinderat und wünschte allen einen schönen, kameradschaftlichen Abschluss des 35. Kantonalen Bläsertreffens.

Die Juroren durften feststellen, dass das musikalische Niveau der Jaghornbläser erneut erfreulich angestiegen ist. Von den 18 teilnehmenden Bläsergruppen konnten deren 8 mit dem Prädikat "Vorzüglich" bewertet werden. Alle übrigen Bäsergruppen wurden für ihr unermüdliches Üben mit dem Prädikat "Sehr gut" belohnt.

Krönender Abschluss dieses Anlasses war wie immer der imposante Gesamtchor mit über 200 Jagdhornbläserinnen nd Jagdhornbläsern, unter der Leitung von Martin Ischi. Ein hervorragend organisiertes Bläserfest fand so gegen Abend seinen würdigen Abschluss! Das nächst Kantonale findet 2016 statt.

Ab 18.00 Uhr trafen die Ehrengäste und die Gäste des Jubiläumsanlasses 125 Jahre BEJV bei der Mehrzweckhalle in Schönbühl ein. Sympathisch begrüsst wurden sie von Gerhard Friedli und seiner Drehorgel!
Lorenz Hess begrüsste die anwesenden Ehrengäste und Gäste des BEJV und erläuterte kurz, wie das Programm des Jubiläumsabends aussieht. Neben einem feinen Dreigang-Menü wartete eine Top-Preis-Verlosung auf alle Gäste. Musikalisch umrahmt wurde der ganze Abend mit Auftritten verschiedener Jagdhornbläserformationen, einem ad hoc zusammengestellten Mini-Gesamtchor und der Ländler Formation von Kurt Rufener.
Dr. Markus Meyer, Präsident des Bernisch Kantonalen Fischereiverbandes BKFV, gratulierte dem Jubilar als erster zu seinem hohen Geburtstag und zeigte verschiedene Parallelen zwischen der Jagd und der Fischerei auf. Insbesondere betonte er in seiner Grussbotschaft, dass sowohl die Jäger als auch die Fischer zunehmend unter Druck der Gesellschaft stehen und man sehr genau hinschaut, was draussen in der Natur gemacht wird! Markus Meyer munterte die Gäste auf, am 30. August 2014 den Weg in die Matte in Bern unter die Füsse zu nehmen, denn an diesem Tag feiert der BKFV ebenfalls sein 125 Jahre Jubiläum mit einem grossen Fest an der Aare, in der Matte in Bern.
Urs Zaugg, Amtsvorsteher im Amt für Landwirtschaft und Natur LANAT in der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern überbrachte dem BEJV die besten Grüsse und Wünsche des Volkswirtschaftsdirektors Andreas Rickenbacher und des Kantons Bern. Er widmete sich in seinen Ausführungen der etwas philosophisch anmutenden Frage, ob ein moderner Mensch überhaupt Jäger sein kann und ob ein Jäger ein moderner Mensch sein kann. Wer den Ausführungen von Urs Zaugg genau zugehört hat, weiss, dass beide Fragen schwierig zu beantworten sind, denn es kommt immer sehr auf den Standpunkt drauf an, den man einnimmt. Zur ersten Frage: Für ein Ja spricht: Dank moderner Technik ist die Jagd heute längst nicht mehr so beschwerlich und gefährlich wie zu Ötzis Zeiten. Andere würden nein sagen: Die Jagd ist mit vielen Emotionen verbunden - dies macht sie auch politisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Themen, wo eine grosse Anzahl von befragten Personen keine Meinung hat, äussern sich bei der Jagd fast alle dafür oder dagegen. Dies stellt die Jägerinnen und Jäger, den Verband, aber auch die Verwaltung vor die dauernde Herausforderung, auch die mehrheitlich nicht jagende Bevölkerung vom Nutzen der Jagd zu überzeugen. Zur zweiten Frage: Eine Jägerin, ein Jäger  ist geduldig und kann warten, kann mit unsicheren Situationen umgehen und sieht auch die kleinen Veränderungen in der Natur. In unserer heutigen Multioptionsgesellschaft, wo alles immer sofort und überall sein soll, findet man die Eigenschaften der Jäger kaum. Also müsste man sagen, dass die Jägerschaft heillos veraltete Werte vertritt, die nicht mehr in unsere moderne Zeit zu passen scheinen. Wenn man aber etwas dazu beitragen will, diese Welt in einem besseren Zustand zu verlassen, als man sie vorgefunden hat, so wie es Berhold Brecht einmal gesagt hat, muss man die zweite Frage mit einem ja beantworten: Gerade wegen dieser Werte ist die Jägerin, ist der Jäger ein moderner Mensch!

Urs Zaugg bedankte sich für die stets sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit des BEJV mit der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern, dem LANAT und dem Jagdinspektorat und schloss mit dem Wunsch, dass das in Zukunft, auch in den nächsten 125 Jahren so sein möge!
Lorenz Hess überraschte bei seiner Grussbotschaft als hervorragender Imitator! Wer nicht ganz genau hinhörte, glaubte tatsächlich, dass Fifa-Präsident Sepp Blatter und Alt-Bundesrat Christoph Blocher ihre Gratulationen persönlich überbrachten! Lorenz Hess zitierte in seiner Ansprache Johann Wolfgang von Goethe, der einmal gesagt hat: „Wenn Du es nicht spürst, dann kannst Du es auch nicht erjagen“. Will heissen: Wer nicht das nötige Gespür hat auf der Jagd aber auch in ihrem Umfeld, der wird kaum ein erfolgreicher, die Natur respektvoll behandelnder Jäger sein.
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsabends war die Verlosung der Top-Preise! Alle Anwesenden erhielten dafür gratis eine Lotto-Karte. In gut bekannter Lotto-Manier wurde so lange „glottölet“ bis die Browning Flinte, die Gutscheine für das Schiesskino bei Brünig Indoors, der Einkaufsgutschein der Firma ActivTex André Maire, der Gutschein für das Schiessen im Jagdschiessstand Bergfeld und die Magnumflache Wodka an den Mann bez. an die Damen gebracht waren! Der Hauptpreis, die Browning Flinte, wollte par tout nicht in Jägerhände übergehen und so gewann sie einer unserer Hauptsponsoren und ein Nicht-Jäger: Herr Aeschlimann, Gebrüder Aeschlimann Schuhservice in Ostermundigen!
Bei gemütlichen Gesprächen unter Gleichgesinnten und einem Schlummertrunk in der von Monika Schüpbach betriebenen gemütlichen Bar fand der Jubiläumsanlass 125 Jahre BEJV einen guten und zufriedenen Abschluss. An dieser Stelle sei all den treuen Helfern, es sind ja immer die gleichen, die anpacken, ganz herzlich gedankt! Ohne sie wäre ein solcher Gross-Event nicht durchführbar! Ein herzlicher Weidmannsdank geht an die Schweizer Armee, die uns den Waffenplatz "Sand" zur Verfügung gestellt hat!

 

 

Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

 


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