NASU Ausbildungstag des BEJV vom 15.3.2014 in Gesigen

Der NASU-Verantwortliche des BEJV, Heinz Trutmann aus Meiringen, lud alle Koordinatoren und Sektorchefs der lokalen Nachsuche Organisationen (NASU) mit ihren Stellvertretern sowie die Hundeführer für Samstag 15. März 2014 zum Kantonal Bernischen Ausbildungstag nach Spiez ins Regionale Kompetenzzentrum Gesigen ein. Angetreten sind 72 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem ganzen Kanton. Das Programm sah drei einstündige Vorträge und anschliessend Mittagsaser und freien Gedankenaustausch bis 1500 Uhr vor.

Einleitend zog Heinz Trutmann Bilanz über die vergangene Jagdperiode. Die Zusammenarbeit der NASU mit der Securitas als Melde- und Aufgebotsstelle hat sich auch im dritten Jahr sehr bewährt. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der NASU war äusserst rege.

Im ersten Vortrag behandelte Wildhüter Peter Schwendimann die Themen rund um die Organisation einer Nachsuche und die Frage, wann breche ich eine Nachsuche ab. Er rief den Anwesenden die verschiedenen Anforderungen an das Gespann in Erinnerung und gab viele wertvolle Hinweise aus der Praxis für die Ausführung. Eine Nachsuche wird erst dann abge­brochen, wenn klar ist, dass ein Fehlschuss vorliegt oder dass das Wild nur sehr leicht verletzt und dadurch nicht behindert ist.

Dr. med. vet. Thomas Fuchs richtete das Augenmerk auf die bei einer Nachsuche bestehenden gesundheitlichen Risiken für den Hund. Anschaffung, Unterhalt und Ausbildung eines für die Nachsuche geeigneten Hundes ist sehr aufwendig. Auch deshalb ist es wichtig, über das Erkennen, die Diagnose und die zu treffenden Massnahmen bei äusseren und inneren Verlet­zungen des vierbeinigen Mitarbeiters bestens – soweit für einen medizinischen Laien möglich – im Bild zu sein.

Im dritten Vortrag sprach Wildhüter Ueli Bärtschi über Fangschuss und Fangschusswaffen. Warum sind für Nachsuchen Fangschussgeber nicht geeignet, sollen Langwaffen ohne die Zieloptik geführt werden, ist bei Kurzwaffen besondere Vorsicht und geeignete Wahl der Art und Munition geboten, sind Büchsen den Flinten und kombinierten Waffen vorzuziehen. Kalte Waffen sollen wie beschaffen sein und wie angesetzt werden.

Die sehr interessierende und lebhaft vorgetragene Thematik provozierte viele Fragen aus dem Plenum, deren Diskussion im Folgenden während und nach dem Mittagsaser fortgesetzt wurde. Die gut zubereiteten Wildsau Haxen ergaben dazu symbolisch den geeigneten Hintergrund.

Peter Michel (Text) und Ruedi Stoller (Bilder)

 

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