Schweissprüfung TKJ Berner Oberland vom 11.8.2013

Bei idealen Bedingungen hat der Jagdverein Konolfingen am Sonntag, 11. August 2013, die TKJ-Schweissprüfung der Region Berner Oberland des Berner Jägerverbandes zum zweiten Mal nach 2012 vorbereitet und durchgeführt. Die wiederum fachmännisch angelegten Fährten in einem optimalen Prüfungsgelände ergaben für alle Gespanne faire Bedingungen. Die Prüfungsleitung oblag Walter Stoller, Präsident der kantonalen Jagdhundekommission.

An der diesjährigen Prüfung reüssierten 17 der 32 angetretenen Gespanne.

Um 06:30 Uhr begrüsste Prüfungsleiter Walter Stoller die 18 aufgebotenen Richter zum Briefing der kantonalen Schweissprüfung in Mirchel, die gemäss TKJ-Reglement durchgeführt wurde. Währenddessen trafen in Konolfingen die 32 gemeldeten Gespanne ein und wurden nach der Begrüssung in neun Richtergruppen eingeteilt. Jede Richtergruppe hatte drei bis maximal vier Gespanne, wodurch die nervenzehrenden Wartezeiten für die ohnehin angespannten Hundeführer in einem vertretbaren Rahmen blieben. Anschliessend verschoben sich die Gruppen in die Warteräume der verschiedenen Prüfungsgebiete.
Die Prüfung verlief im flachen bis hügeligen Gelände mit idealem, mässigem Bodenbewuchs, guter Bodenfeuchtigkeit und einer hervorragenden Organisation speditiv und die Leistungsrichter bewerteten die Arbeiten kompetent und gewissenhaft, so dass es zu keinen Einsprachen kam.
Auf der gespritzten 1000m Übernachtfährte erfüllten fünf der insgesamt neun Gespanne (55%) die hohen Anforderungen der „Meisterklasse“ und durften den ersehnten Bruch entgegennehmen. Von den 23 Gespannen auf der ebenfalls gespritzten 500m Übernachtfährte fanden 12 Gespanne (52%) zum Bock.
Nach dem ausgiebigen Mittagsaser folgte die Richterbesprechung, bei der die einzelnen Arbeiten erörtert wurden. Es zeigte sich, dass einige Schwachstellen wiederholt beobachtet wurden: Zu oberflächliches Untersuchen des Anschuss mit zu schneller Aufnahme der Fährte, ungeeignete Schweissriemen und –Halsungen, mangelhafte Nervenstärke der Hundeführer und ungenügendes Markieren von gefundenem Schweiss, namentlich auf den 1000 m Fährten.
Um 14:00 Uhr erfolgte schliesslich das Absenden durch den Prüfungsleiter. Leider musste Walter über den kurz vor der Prüfung tödlich verunfallten Hundeführer Erwin Schmutz vom Jagdverein Amt Laupen orientieren. Es wurde ihm mit einer Schweigeminute und Hörnerklang gedacht.
Walter dankte dem Organisator Beat Kohli und den Richtern für ihren Einsatz und die kompetenten Arbeiten sowie den Hundeführern für die gute bis sehr gute Vorbereitung ihrer Hunde. Die erfolglosen Hundeführer ermunterte er weiter zu arbeiten und es im nächsten Jahr wieder zu versuchen.
Anschliessend kommentierte Richterobmann und Vizepräsident von JagdSchweiz, Peter Zenklusen, die Arbeiten der Gespanne und machte auf die beobachteten Schwachstellen aufmerksam. Die erfolgreichen Hundeführer forderte er auf, sich in der NASU (Nachsuchen-Organisation des Berner Jägerverbandes) zu engagieren. Die NASU ist im Kanton Bern breit abgestützt organisiert und steht jedem Jäger und jeder Jägerin während der gesamten Jagdperiode für eine zeit- und fachgerechte Nachsuche zur Verfügung.
Zum Abschluss überbrachte Lorenz Hess, Nationalrat und Präsident des Berner Jägerverbandes, der am 11. August 2013 selber seinen Terrier erfolgreich auf der 500m Fährte führte, die Grussbotschaft des Berner Jägerverbandes. Er dankte dem Jagdverein Konolfingen für die Organisation und Durchführung der Prüfung und wies dabei auf die logistischen und administrativen Herausforderungen bei der Bewältigung einer Prüfung dieses Umfanges hin. Er würdigte aber auch die Hundeführer für ihre Ausdauer und den Einsatz bei der Ausbildung ihrer Jagdhelfer zu Gunsten einer waidgerechten Jagd.

Folgende Gespanne haben die Prüfung bestanden:

1000 m nach TKJ-Reglement:
Klauser Josef mit Bayerischem Gebirgsschweisshund Ayumi von Suurcarvngas, 
Rieder Wilhelm mit Magyar Viszla Vorstehhund Enök von Hentschenried,
Rösti Ruedi mit Terrier Mischling Rambo,
van den Elshout Hans mit Grossem Münsterländer Vorstehhund Darko von Wenningshof,
Zwygart Stefan mit Deutschem Wachtelhund Sammy von der Sunnset`n,

 

500m nach TKJ-Reglement:
Bevilacqua Sepp mit Deutschem Drahthaar Vorstehhund Trixi vom Erlenmais,
Dürrenmatt Hans mit Deutschem Jagdterrier Lara,
Hämmerly Claude mit Deutschem Drahthaar Vorstehhund Gimel,
Hess Lorenz mit Terrier-Mischling Oskar,
Inäbnit Urs mit Labrador Retriever Mädi, 
Janz Fritz mit Rauhaar Teckel Zeus vom Rauhenfed,
Oppliger Stephan mit Brandel Bracke Dosca vom Sauerbornsberg,
Schmid Niklaus mit Alpenländischer Dachsbracke Gerda vom Winterberg,
Sprecher Daniel mit Kleinem Münsterländer Vorstehhund Donna, 
Wyss Roland mit Berner Niederlaufhund Nala,
Wyssen Peter mit Deutschem Jagdterrier Gsina,
Zingrich Karl mit Deutschem Wachtelhund Xeno von der Wartenfluh,


Für den Bericht

Ruedi Stoller
Jagdhundekoordinator Berner Oberland

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