Gehorsamsprüfung im Berner Oberland vom 29. Juni 2013

Im Kanton Bern zur Jagd eingesetzte Jagdhunde müssen bis zum dritten Lebensjahr eine gesetzlich vorgeschriebene Gehorsamsprüfung oder eine gleichwertige Prüfung in einem Rasseclub bestehen. Die Prüfung umfasst die Fächer Leinenführigkeit, Ablegen, Schussruhe und Appell. Ohne einen solchen Gehorsamsnachweis dürfen Jagdhunde, unabhängig der Rasse, nicht auf der Jagd eingesetzt werden.

An der diesjährigen Prüfung reüssierten 38 der 42 angetretenen Gespanne.

Wie bereits in früheren Jahren, beauftragte der Berner Jägerverband den Jagd- und Wildschutzverein Thun und Umgebung mit der Organisation und Durchführung der Prüfung im Berner Oberland. Unterstützt wurden die zahlreichen Helferinnen und Helfer durch die örtlichen Wildhüter Fritz Wenger und Peter Schwendimann.
Eine Stunde vor Prüfungsbeginn trafen sich die TKJ-Leistungsrichter Marc Beuchat, Hanspeter Bürki und Bruno Sommer, erster Vizepräsident des Berner Jägerverbandes, mit dem Prüfungsleiter Walter Stoller, Präsident der Kantonalen Jagdhundekommission, zum Briefing der reglementarischen und organisatorischen Prüfungsbelange.
Pünktlich um 08:00 Uhr traten dann bei nasskaltem Wetter 42 Gespanne mit unterschiedlichsten Jagdhunderassen in verschiedenen Gebieten des Thuner West Amts zur Prüfung an. Trotz Dauerregen fanden die in vier Gruppen aufgeteilten Gespanne faire Bedingungen in idealen Waldgebieten vor und konnten die Leinenführigkeit und das Ablegen mit Schussruhe regelkonform absolvieren. Der Appell wurde im Anschluss an die Waldfächer im freiem Feld geprüft. Dazu musste der frei abgelegte oder frei voran gehende Hund auf mindestens 30m Distanz auf Anweisung des Richters durch den/die Führer/in zügig zurück gerufen werden können. Ob der Hund vorangeschickt oder abgelegt wurde, konnte der/die Hundeführer/in vorgängig selber wählen.
Im Wissen, dass es sich zum um junge Hunde handelte, und die Hundeführer/innen teilweise wenig Erfahrung in dieser Art der Hundeausbildung hatten, beurteilten die Richter die Arbeiten mit gebührender Weitsicht, jedoch immer unter Berücksichtigung der reglementarischen Auflagen.
Nach Abschluss der Arbeiten verschoben sich alle Beteiligten zur Hündelerhütte des Jagdvereins Thun und Umgebung in Uttigen, wo das Grill-Team mit saftigen Steaks und hervorragendem Kartoffelsalat aufwartete.  
Bei der Richterbesprechung wurde von allen Richtern die mehrheitlich gute Vorbereitung der Gespanne gelobt. Besondere Erwähnung fanden die Brackenführer, welche die Anforderungen bravourös meisterten.
Beim Absenden konnte der Prüfungsleiter mit dem Prüfungssekretär Peter Michel, der die administrativen Arbeiten wiederum professionell vorbereitet hatte, den erfolgreichen Gespannen den roten Ausweis mit einer Urkunde übergeben. Dabei gab Walter Stoller seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Hundeführer/innen mit ihren Jagdhelfern weiter arbeiten und damit zu einem positiven Image der Jägerschaft in der Öffentlichkeit beitragen. Er verdankte die hervorragende Organisation dem Jagdhundekoordinator im Berner Oberland, Ruedi Stoller und seinem Team.
Zum Abschluss des offiziellen Teils überbrachte Bruno Sommer die Grussbotschaft des Berner Jägerverbandes und gab den Hundeführern wertvolle Verbesserungsmöglichkeiten aus der Richterbesprechung mit auf den Weg.

 

Ruedi Stoller
Jagdhundekoordinator Berner Oberland

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