Kantonale Tagung der Jagdhundekommission des BEJV vom 16. März 2013 in Mülenen

Am Samstag 16.3.2013 trafen sich die Hundeobmänner und -obfrauen zur alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der Kantonalen Jagdhundekommission in Mülenen im Kandertal. Schwerpunktthemen waren die neuen internetbasierten Anmeldeformulare für die Kantonalen Hundeprüfungen und der Wissensaufbau zu den Themen Entwicklung, Verhalten und Ausbildung von Jagdhunden.

In Vertretung des Präsidenten der Kantonalen Jagdhundekommission des Berner Jägerverbandes, Walter Stoller, begrüsste Ruedi Stoller, Koordinator des Oberländischen Jagdhundewesens, die Jagdhundeobmänner und -obfrauen sowie deren Stellvertreter und Stellvertreternnen in Mülenen/ Kandertal. Ziel der Tagung, die alle zwei Jahre stattfindet, ist die Information der regionalen Sektionen zu Neuerungen und Weiterentwicklungen in den Bereichen Jagdhundeausbildung und Organisation und Durchführung der Prüfungen sowie der Wissensaufbau und -erhalt.
Nach der Begrüssung orientierte Ruedi Stoller eingehend über das neue, internetbasierte Anmeldeverfahren für die kantonalen Jagdhundeprüfungen. Damit soll künftig der administrative Aufwand reduziert werden. Die Informationen über die Prüfungsanlässe und die bisherige Möglichkeit zur Anmeldung ohne Internet bleiben erhalten.

Das Hauptthema der diesjährigen Tagung war dem Wissensaufbau zu den Themen Entwicklung, Verhalten und Ausbildung von Jagdhunden gewidmet. Dafür konnte der SKN/SKG Ausbilder Marc Beuchat vom Schweizer Niederlaufhund- und Dachsbracken Club gewonnen werden, der auch in der TKJ/AGJ für die Verhaltensausbildung verantwortlich ist.
Mit den kompetent vorgetragenen Ausführungen erhielten die Anwesenden wertvolles Hintergrundwissen zur Unterstützung ihrer praktischen Ausbildungstätigkeit. So machte Marc Beuchat in verständlicher Weise unter anderem auf die Funktionskreise des Hundes, die Bedeutung der 4 f (fight-flight-flirt-freeze) sowie die Unterschiede zwischen instrumenteller- und klassischer Konditionierung aufmerksam und unterstrich dabei immer wieder die Wichtigkeit von Bindung, Vertrauen, Sicherheit, Respekt und Führung für eine erfolgreiche und gefreute Zusammenarbeit mit dem vierbeinigen Jagdhelfer.
Ebenso eindringlich wies er auf die Bedeutung der Prägungs- und Sozialisierungsphase hin oder empfahl wiederholt, bei der Ausbildung mit kleinen Schritten zu arbeiten und mit dem nächsten Ausbildungsschritt erst zu beginnen, wenn der Vorhergehende gefestigt ist. Dieser wesentliche Aspekt, wird nach Meinung von M. Beuchat gerade bei der Jagdhundeausbildung noch zu oft vernachlässigt.   
Damit die Jagdhundeobmänner und -obfrauen einen nützlichen Nachweis für diesen Ausbildungstag nach Hause nehmen konnten, erweiterte Marc Beuchat die Schwerpunktthemen mit weiteren Informationen aus dem theoretischen Sachkundenachweis (SKN). Damit konnte jedem Teilnehmenden ein persönlicher SKN-Attest abgegeben werden. 
Die Jagdhundeobmänner und -obfrauen, alles erfahrene Jagdhundeausbildner, verdankten den Anlass mit einem kräftigen Applaus.
Pünktlich um 1530 Uhr konnte Ruedi Stoller die Tagung nach einem intensiven aber erfolgreichen Ausbildungstag schliessen.

 

 

Für den Bericht: Peter Michel, Sekretär der Jagdhundekommission Berner Oberland

 

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