Sicherheitsgrundkurs 2017 für Jungjägerinnen und Jungjäger vom 14.1 und 21.1.2017

2017 fanden die beiden Ausbildungstage bei sehr winterlichen, kalten Verhältnissen am 14.1. und am 21.1.2017 statt. Total nahmen daran 149 angehende Berner Jägerinnen und Jäger teil. Die Organisation durch die Kantonale Schiesskommission unter ihrem Präsidenten Beat Jost bedarf eines sehr grossen logistischen Aufwandes, damit die gesetzten Ziele erreicht werden und die Jungjägerinnen und Jungjäger die drei wichtigsten Grundsätze der Waffenhandhabung kennen und umsetzen lernen.

Die Ausbildung der Berner Jungjägerinnen und Jungjäger beginnt mit den Einschreibeabenden an allen 7 Ausbildungsorten. Als erstes obligatorisches Ausbildungsmodul besuchen die angehenden Jägerinnen und Jäger anschliessend den Sicherheitsgrundkurs im Jagdschiessstand Bergfeld in Hinterkappelen. Die Instruktionen erfolgt durch Mitglieder der Schiess- der Ausbildungs- und der Prüfungskommission und garantiert damit eine kompetente, praxisorientierte Ausbildung.
Im Lehrgang 2017 werden die Jungjägerinnen und Jungjägern erstmals in die ab Jägerprüfung 2018 neuen Schiessstellungen (z.B. Schiessen aus deinem Bodensitz) eingeführt.

Bei der Begrüssung weist Beat Jost darauf hin, dass das regelmässige Schiesstraining mit der eigenen Waffe Schritt für Schritt dass jagdliche Schiessen zur Routine werden lässt. Dies ist unabdingbar, um im Jagdbetrieb seine Waffe jederzeit korrekt und mit der nötigen Sicherheit und Sorgfalt einsetzten zu können.

Der obligatorische Kurs verfolgt folgende Zielsetzungen:
Die Jungjägerinnen und Jungjäger sollen:
Sicherheit mit der Jagdwaffe erlangen;
Sich im Schiessstand und im Gelände im Jagdbetrieb korrekt verhalten können;
Die richtige Schiessstellung auf ein Rollziel und beim Kugelschiessen in den Schiessstellungen sitzend angestrichen, stehend angestrichen, das Schiessen aus einem Bodensitz und in der Stellung liegend erlernen;
Zu den gängigsten Jagdwaffentypen, der Munition und der Optik informiert werden.

In 6 Gruppen aufgeteilt, machten sich die interessierten und engagierten Jungjägerinnen und Jungjäger auf den Parcours.

Am Posten „Sicherheit an der Jagdwaffe“ erläutern die beiden Mitglieder der Kantonalen Prüfungskommission, Ruedi Zbinden und Ruedi Rohrbach anhand von tragischen Jagdunfällen, worauf es beim sicheren Umgang mit Jagdwaffen ankommt und wie Unfälle verhindert werden können. Wenn die drei nachfolgenden Grundsätze jederzeit eingehalten werden, ist garantiert, dass nie ein Jagdunfall mit Waffen verursacht wird:
1. Jede Waffe ist als geladen zu betrachten, bis man sich persönlich durch die Entladekontrolle vom Gegenteil überzeugt hat;
2. Es darf nie auf Menschen gezielt werden, auch wenn die Waffe ungeladen ist;
3. Jede Waffe ist entladen und gesichert, wenn sie abgestellt oder versorgt wird.

Werner Schneider, Büchsenmacher aus Wichtrach, vermittelt den Jungjägerinnen und Jungjägern mit unzähligen Anschauungsbeispielen die Kenntnisse der verschiedenen Waffentypen, der dazugehörenden Munition und der Optik.

Kernstück des Tages sind die Posten „Kugelschiessen“ und „Schiessen auf ein Rollziel“ (Rolllhase). Die allesamt sehr erfahrenen Instruktoren führen jede Jungjägerin und jeden Jungjäger einzeln in das Kugelschiessen und das Schrotschiessen ein. Das erfordert das nötige Fingerspitzengefühl, gibt es doch immer wieder Personen, die das allererste Mal eine Waffe in den Händen haben und damit schiessen. Und wenn es beim ersten Mal noch nicht nach Wunsch klappt, werden die Jungjägerinnen und Jungjäger kompetent und mit der nötigen Geduld auf die gemachten Fehler hingewiesen.

Wie das Feedback der Teilnehmenden zeigt, ist es Beat Jost und seiner Helfercrew sehr gut gelungen, den angehenden Jägerinnen und Jäger einen spannenden und praxis- und handlungsorientierten Ausbildungstag zu bieten.


Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

 

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